Freitag, 6. Oktober 2017

Puigdemont

Lange habe ich darauf gewartet und letztens ist es dann doch passiert, als ich abends beim Einschlafen die Nachrichten hörte. Es war auf NDR1 - mit der Musik lässt es sich besser Einschlafen - und betraf das Geschehen in Katalonien. Ich verfolge die Unabhängigkeitsbestreben schon einige Jahre, da Katalonien für mich fast wie eine zweite Heimat ist, schließlich bin ich seit über 20 Jahren regelmäßig dort und seit kurzer Zeit gehört auch eine kleine Caseta (katalanisch: Häuschen) zum Familienbesitz. Da kennt man dann doch den einen oder anderen Katalanen. 
Aber darum geht es nicht. Zurück zu den Nachrichten im Radio. Ich habe in den letzten Monaten immer darauf geachtet, ob im Radio oder im TV, wie der Name des katalanischen Präsidenten ausgesprochen wird und habe festgestellt, dass sein Name nie genannt wurde. Oftmals hieß er dann nur katalanischer Separatistenführer und nur selten Präsident; wäre ja wie Frau Merkel als deutsche (...)-Führerin zu bezeichnen. (Hier bitte selbst ein  passendes Wort einfügen, da mir entgangen ist, für was "Mutti" steht. Und Leerlassen bitte auch nicht, schließlich bin ich kein Boulevardblatt.)
Nun ja, letztens wurde dann im Radio sein Name doch genannt und ich war positiv überrascht, da er richtig ausgesprochen wurde, denn das Katalanische klingt für den Laien vielleicht ähnlich dem Kastilischen (normales spanisch), hat aber eine komplett andere Aussprache: Pudschdemon. Wenn man es so schreibt sieht es fast aus wie Putschdämon, aber das t bitte weich aussprechen, erste Silbe betonen und die beiden hinteren Vokale halbgeschlossen lassen. [pudʒðəˈmon]
Eigentlich ist die Aussprache des català ganz kurz erklärt. Buchstaben die im Spanischen als ch (wie in Bach) gesprochen werden, sind hier ein dsch (wie in Dschungel). X ist meist ein Sch. bei -ix und -ig wird das i nicht mitgesprochen und die Vokale sind etwas geschlossener als im Spanischen. Ein weiterer großer Unterschied sind die Diphthonge. Während das Spanische gar keine besitzt, gibt es im Katalanischen mehr als im Deutschen.
Noch kann ich keinem Gespräch auf katalanisch beiwohnen, aber es steht auf meiner Liste, diese Sprache noch zu lernen. Texte lesen geht schon bruchstückhaft. ☺

La teu ovella del temps

Dienstag, 21. März 2017

Das Ebrodelta

Über Weihnachten bis Neujahr war ich im Süden Kataloniens, um zu Grillen und viel Wein zu trinken. Nebenbei habe ich auch ein paar Fotos gemacht. So kletterte ich den Montsià-Bergzug hoch, um auf die Meeresseite blicken zu können und hatte einen wunderschönen Ausblick über das Ebrodelta. Mit knapp 700m Höhe war für mich Extrem-Flachländler der Aufstieg recht beschwerlich, wo der Weg auch nur ein Trampelpfad war und in den schattigen Gebieten das ganze Gebüsch nass war. So kam es, dass meine Kleidung am Ende von außen nasser war, als von innen.
Zwei Dinge waren an jenem Tag nicht so schön. Die Jäger jagten ihre Kleinstlebewesen und ich rechnete jeden Augenblick, dass mich eine Kugel traf, hatte aber an dem Tag Glück. Der Winter brachte noch den Fakt mit, dass es recht früh dunkel wurde. Zwar wurde es erst abends gegen 22 Uhr dunkel, aber durch die Berge war es schon um 20 Uhr dämmrig und der Abstieg gestaltete sich als Marathon, denn am Gipfel war ich 18:30 Uhr und ich brauchte knapp drei Stunden nach oben. In unter zwei Stunden war ich aber zum Glück wieder unten.
Oben auf dem einen Gipfel machte ich dann mehrere Fotos und packte einige zu einem Panorama (Hier ist's größer) zusammen, wie ihr sehen könnt. An der linken Seite liegt Amposta, das direkt am Ebro liegt. Ab da erstreckt sich das über 30 km breite Ebrodelta mit der Stadt Deltebre in der Mitte. Im Vordergrund befindet sich Sant Carles de la Ràpita. Alle näheren Berge gehören zur Serra de Montsià und im rechten Teil des Panoramas sieht man das Tal zwischen Freginals und Ulldecona, begrenzt durch die Serra de Godall. Und wer genauer hinguckt, sieht dahinter noch Els Ports, ein Bergmassiv, auf dem Grenzgebiet zwischen Katalonien, Valencia und Aragonien, mit Höhen bis über 1400m. 


Wenn ich das nächste Mal dort bin, dann hab ich da auch mehr Zeit und werde dem Monte Caro mal einen Besuch abstatten.


Euer Wetterschaf

Mittwoch, 8. März 2017

Phase 1 - abgeschlossen

Das wird wohl erstmal der letzte Post über den Bonsai in diesem frühem Jahr sein, denn alle Triebe treibten und haben ihre Blätter entfaltet. Nun strahlt die Eiche in einem saftigen Grün, während draußen die Natur noch in den Winterschuhen steckt. Aber die müsste auch bald kommen, zumindest habe ich schon Triebe an den Forsythien gesehen. Das Bäumchen sieht in echt natürlich viel schöner aus. ☺

Mittwoch, 1. März 2017

Es grünt so grün, wenn ... die Eiche treibt

Nicht der perfekte Reim, aber das ist um diese Zeit wohl nicht mehr so wichtig. Eigentlich gibt es ja auch nichts besseres, als gegen halb 2 in der Nacht noch einen Post zu tippen, wenn man eh nicht schlafen kann. Bis eben habe ich noch an einem möglichem Szenario für meine D&D-Runde gebastelt. Ob das schon in Kapitel 2 dran kommt, oder erst später, weiß ich jetzt noch nicht. Vielleicht kommt es auch gar nicht rein, denn noch ist noch nicht mal der Epilog abgehandelt, der an einem warmen sonnigen Tag, auf dem Marktplatz eines kleinen Örtchens spielen wird. Man weiß ja nie, in welche Richtung sich sowas entwickelt. Selbst der ungefähr 5 Minuten dauernde Epilog kann mehrere Enden annehmen. Zumindest ist ein wahrscheinliches und ein alternatives Ende geplant, anderes wird improvisiert!
Eigentlich wollte ich nur mein gefühlt täglichen Post über meine Bonsaiche schreiben, bin aber wohl abgeschweift. Hier habt ihr ein recht aktuelles Bild, denn das ist auch schon wieder einen Tag her.



Euer Wetterschaf

Mittwoch, 22. Februar 2017

Bonsaiche - Ein kleines Update

Theoretisch könnte ich jetzt jeden Tag ein Bild hochladen, wo man die Fortschritte des kleinen Bäumchens sehen kann, aber das wäre eher was für Instadingens oder wie das heißt. Der erste Trieb hat sich nun schon schön in Blätter entfaltet und ein zweiter Trieb ist auch schon als einzelne Blätter erkennbar. Gestern war der dritte Trieb schon erkennbar und heute ein vierter. Vielleicht erkennt ihr die beiden neusten Triebe auf dem Foto. ☺



Euer Wetterschaf

Donnerstag, 16. Februar 2017

Kommt der Frühling?

Heute ist der erste Tag, der etwas wärmer ist, als die vergangenen Tage. Passend zu den warmen Tagen hat sich auch meine Bonsai-Eiche zu Wort gemeldet und bringt ihren ersten Trieb ans Tageslicht. Guckst du ☺


Da, das kleine grüne Ding, am rechtem Ast. Mal schauen, wann der Rest treibt.


Euer Wetterschaf

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Bonsaiche - Endlich ein Gefäß

Eigentlich wollte ich, dass mir meine Oma eine Schale macht, aber die hat abgelehnt, da sie dazu nicht mehr wirklich Zeit hat. Nun habe ich mir in Spanien in einer Gärtnerei eine Schale gekauft, die meinen Vorstellungen entsprach. Für 25% weniger Geld hätte ich eine unlackierte bekommen, aber wenn man so ein Bonsaibäumchen hat, sollte auch das Gefäß dementsprechend aussehen. Das Blau fande ich am schönsten, es gab auch ein dunkles Grün, Braun und Weiß, aber alle nicht sonderlich hübsch.
Vorgestern habe ich sie nun umgetopft, auch wenn es jetzt kein Blumentopf mehr ist.


Der neuste Schrei in Spanien ist, Olivenbäume so zu verschneiden, als seien sie Bonsais. Gefühlt hat mehr als die Hälfte aller privaten Olivenbäume so einen Schnitt und selbst auf manchen Plantagen findet man sowas.


Natürlich gibt es da kleine Unterschiede und auch die Schnittqualität ist sehr unterschiedlich.



Mal schauen, wie die Olivenbäume beim nächsten Mal aussehen, wenn wieder die neuste "Olivenbaumzeitschrift" herauskommt, wo die neusten Trends aufgezeigt werden.


Euer Wetterschaf

Dienstag, 11. Oktober 2016

Catalunya - L'onzè dia - Cadaqués

Der gestrige Tag war so unspektakulär, dass er nicht mal eine Nummer im Titel bekommen hat, denn neben einigen Erledigungen war nur etwas Shoppen in Empuriabrava angesagt. Heute ging es dafür nach Cadaqués und von dort aus wanderten wir in Richtung Cala Jóncols, was ungefähr dort liegt, wo es auch vorgestern hinging, nur dass der Startpunkt und somit die Route komplett anders war. Ich muss zugeben, dass wir in den letzten 20 Jahren nie in dem Stück zwischen Cadaqués und dem Cap Norfeu wandern waren.

Die Wolken waren heute einfach nur herrlich. ☺

Cadaqués von oben, dort in der Ecke hatte auch Salvador Dalí sein Häuschen. Im Hintergrund sieht man das Cap de Creus (hier Link), der östlichste Punkt Spaniens.

Die Straße in Cadaqués ging ohne Geländer direkt am Wasser entlang. Ich mag das Örtchen, denn dieser mediterrane Flair aus weißen Häusern und ihre typischen rötlichen Dächer.


Euer Wetterschaf

Sonntag, 9. Oktober 2016

Catalunya - Moltes dies - El Puig Alt

Diesmal sind es drei Tage geworden. Freitag war ein gewöhnlicher Badetag, wo ich abends mir noch einen Kreisverkehr zum Fotografieren suchte. Am Sonnabend ging es dann Spazieren am Puig Alt, einer der höheren Berge im Naturgebiet Cap de Creus.

Das Cap Norfeu bildet die südöstliche Spitze des Cap de Creus und ist die größte Landzunge in dem Gebiet.

Rechts das Cap Norfeu und unten die Cala Jóncols, ein wenig nachbearbeitet, da mir das Foto einfach zu blass war. 

Nach Norden hin hat man einen schönen Blick auf El Port de la Selva, Llanca(mit Haken am C) und der Zipfel hinten gehört schon zu Frankreich.

Auf dem Weg zurück, hat man von den Serpentinen aus, einen wunderschönen Blick auf den Golf von Roses.
Heute war vier Stunden Spazieren angesagt, und dzwar bis ins Zentrum und zum Hafen von Roses und natürlich zurück, danach ging es nochmal an den Strand, auf dem Weg dorthin, fuhren wir an einem Porsche Cayenne vorbei, den seine Frontscheibe zerstört war. Er hatte einen belgischen Radfahrer umgefahren und getötet, der gerade abtransportiert wurde. Zwei Stunden später war dort immer noch alles voll, und selbst das Fernsehen war vor Ort.
Wir haben gestern einen 3 kg Käselaib gekauft. Einen Oveja Curado für 16 Euro, die normalerweise ab 12 Euro/kg anfangen, und nicht bei 5,33 Euro/kg liegen.
In den nächsten Tagen wird es kühler, mal schauen, was die Tage so bringen.


Euer Wetterschaf