Donnerstag, 30. August 2018

Meine Goldis

Meine Goldfische sind seltsam. Seit letztem Jahr verschwinden sie im April und tauchen erst wieder im August auf, wenn man sich langsam fragt, ob noch Fische im Teich sind.
Die drei ältesten Goldis sind die mit Farbe. Sie kamen auch schon im Teich zur Welt und deren Eltern waren normale rotgoldene oder dunkle Goldfische. Interessanterweise ist keiner der drei in einer Standardfarbe. Während der eine ein orangefarbenes Gelb am Körper hat, wo die Flossenspitzen schwarz sind, hat der zweite die typische rote Farbe, aber am Kopf weiße Flecken, was ihm dem Anschein eines gutaussehenden Kois gibt. Der dritte wiederum ist fast weiß und wird als Blondine bezeichnet. Sie ist schüchtern und traut sich oft nicht an die Wasseroberfläche. Die drei bunten leben jetzt seit zwei beziehungsweise drei Jahren im Teich und sind somit die Teichältesten. Der koifarbende ist mit Abstand der größte Fisch im Teich.
Der Nachwuchs vom letzten Jahr ist noch grau, aber schon so groß wie die kleinen alten. Von denen sind auch drei im Teich und langsam bekommen sie die ersten Farbpigmente.
Der Nachwuchs von diesem Jahr ist etwas zahlreicher. Im Schnitt zähle ich immer 15 bis 18 der kleinen grauen Fischis, aber es könnten auch mehr sein. Ist dann eh die Frage, wie viele von denen den Winter überstehen. So, nun dürft ihr Fischis gucken. ☺








Ja, der Teich ist nicht so sauber, wie man vielleicht wünscht, aber der ist natürlich gelassen und dafür recht okay. Haben die Goldis mehr Platz, um sich zu verstecken.


Euer Wetterschaf

Mittwoch, 29. August 2018

140 Tage ohne Regen - Wörlitz

Öfters höre ich von anderen Menschen aus allen möglichen Teilen Deutschlands, dass es ab und zu mal regnet, aber hier in der anhaltischen Ecke ist das nicht der Fall. Manchmal kam etwas Regen, aber keineswegs nennenswerter. So hat es seit März etwa 30 bis 50 Liter auf den Quadratmeter geregnet. Etwas, aber nicht viel. Seit Juni ist das östliche Sachsen-Anhalt fast durchweg auf der höchsten Waldbrandstufe und seit dieser Zeit häuften sich auch die Acker- und Waldbrände. Die Ackerbrände sind größtenteils durch, da die Getreide- und Maisfelder abgeerntet wurden, beziehungsweise im Falle des Mais, weggeschreddert, da es nicht wirklich was zu ernten gab. 


Anfang Juli war ich ja in Wörlitz, wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt. Da war das Wasser etwas flacher als sonst, aber tat dem gewohnten Parkbesucher nicht weh. Danach war ich vor drei Wochen nochmal, die flachen Ränder des Sees standen trocken. Ein unschönes Bild.


Vor zwei Wochen war ich dann wieder in Wörlitz, dieses Mal, aber nicht nur am Rand und es bot ein schockierendes Bild. Mehrere Kanäle und die äußeren Gebiete des Sees waren ausgetrocknet und auf dem Boden lagen zahllose tote Teichmuscheln.



Der Kanal an der beliebten weißen Brücke ist trocken und nur noch auf dem Hauptsee war eine durchgehende Wassermasse. Ein dort stehender Reiher macht leider deutlich, dass auch dort nicht viel Wasser mehr ist.


Dann war ich letzte Woche schon wieder dort, um mir die Lage anzugucken. Selbe Stelle, wie vor drei Wochen, nur ohne Sonnenschein und etwas weniger Wasser. Nun zeigt auch der Hauptsee seinen Boden. Mehrere Meter streckt sich das Land in den See hinein und als Hingucker steht am Rande des Wassers ein Tisch mit zwei Stühlen und einem kleinen Baum. Auf den Stühlen steht: "Wir fahren auch bei Niedrigwasser. Ihr Gondelier-Team"


An der Roseninsel sieht die Lage auch nicht besser aus, nur noch ein schmales Rinnsal trennt die Roseninsel von Neumarks Garten und die Fähre kommt auch nicht mehr rüber, schließlich kann man auch fast trocken rübergehen.



Wieder vorne an der Rousseau-Insel habe ich auch ein Bild vom Boden gemacht. Muscheln, Teichmuscheln, offen und leer, vermutlich von Vögeln oder anderen Tieren leergefressen. Und das ist nicht nur an einer Stelle so, sondern im gesamten Park.


Hoffentlich regnet das bald wieder. Der Bach bei mir hinten ist auch nicht mehr vorhanden, geschweige die Fischaufzuchtgewässer. Die Elbe hat in Dessau einen Pegel von 49 cm, da wird das Schwimmen schwer.




Mittwoch, 22. August 2018

SchwaSchwa - Der Schwalbenschwarm

Die letzten Tage wurde es immer dunkler am Himmel, denn die Schwalben zogen sich zusammen und wenn sie nicht flogen, saßen sie alle auf den Stromleitungen. *klatsch klatsch* und schon sind die Stromleitungen leer, aber der Himmel dunkel.








Seit gestern scheinen sie sich aber größtenteils verzogen haben.


Euer Wetterschaf

Mittwoch, 15. August 2018

Montag, 6. August 2018

Naturpark "Delta de l'Ebre"

Abseits der 20000 Hektar Reisanbauflächen des Ebrodeltas befindet sich Naturpark, der von Sumpfgebiet durchzogen ist. No passeu! Aber mit einem Teleobjektiv kriegt man einiges herangeholt. Wie zum Beispiel die Flamingos.






La teu ovella de temps

Samstag, 7. Juli 2018

Wörlitz, die Perle Anhalt-Dessaus

Ich sag heute mal nicht viel dazu. Guckt einfach. ☺



Die Doppelente, sozusagen Entente. 



Stein


Vesta-Tempel (ehem. Synagoge)


Neugotische St. Petri Kirche




Leider kein scharfes Foto des kleinen Tierchens hingekriegt. 


Kirche und der Gründungsbau des Klassizismus Schloss Wörlitz


Eichenkranz


nag nag nag nag nag



Euer Wetterschaf

Mittwoch, 4. Juli 2018

Alles brennt

Vor zwei Wochen ging die Sirene los und nicht weil sie mittwochs um 15 Uhr getestet wurde, es war eh später und auch ein anderer Wochentag, nein, die Leute der FFW sollten sich einfinden. Nach wenigen Minuten habe ich die Sache vergessen, da man die Feuerwehreinsätze eh meist nicht mitbekommt. So machte ich mich etwas später mit dem Rad los, ohne festes Ziel und mit dem ersten freien Blick nach Norden sah ich den Grund der Sirenen: eine Rauchwolke erstreckte sich über den Himmel. Das neugierige Schaf guckte und sah ein Stück brennenden Acker, nichts großes und es war schnell gelöscht.
Letztes Wochenende dann ein große dunkle Rauchwolke, ein kleines Stück weiter weg. Diesmal hat sich auf der Bundesautobahn A9 ein Auto im Feuer verfangen und gleich noch einen Wald mit entzündet.


Seit heute sind es wieder über 30°C und es hat immer noch nicht geregnet. Der letzte richtige Regenschauer kam im März runter, alles was dazwischen vom Himmel fiel, war nach wenigen Minuten immer wieder verdunstet. So waren es in den letzten drei Monaten etwa 5 bis 10 Liter auf den Quadratmeter. Im Mai als ich einen Tag in Magdeburg war, kamen dort gleich mal 50 Liter runter, während in meiner Heimat die Luft trocken blieb. Mein Teich ist auch schon fast 30cm tiefer gelegt.


Heute! Eine riesige Rauchsäule war von weitem zu sehen. Sie zog genau in Richtung Heimat. Von dort sah man nur eine riesige Wolke am Horizont. Bis dann die Sirenen wieder losgingen und eine kleine Rauchsäule davor emporkroch. Keine halbe Stunde später waren zwei weitere Rauchsäulen hervorgeschossen.


 Die linke wurde dann immer stärker und sah gigantisch aus.


Guckst du!


Der erste große Brand war ein Waldbrand im Fläming, der andere große war auch ein Waldbrand nahe der Autobahn. Die anderen beiden waren Ackerbrände und zum Abend hin waren alle Brände gelöscht. Der Himmel war bei uns stundenlang mit dieser trüben Rauchwolke überzogen.
Mal schauen, was die nächsten Tage abfackelt.


Euer Wetterschaf

Montag, 14. Mai 2018

Bonsaiche - Eine neue Ära, oder der zweite Versuch

Im letzten Post, dem Abschiedstext zu meinem kleinen Bonsai-Eichenbäumchen, der das letzte Jahr nicht überstanden hatte, schrieb ich, dass mir wieder eine Bonsaiche zulegen werde. Ich fragte in die Runde, ob ich mir eine Eiche als Eichel, frisch getrieben oder schon ein paar Jährchen alt, zulegen sollte und die Resonanz der Leser schwang sich auf den Anfang des Baumes. Da es aber Frühling ist, wurde das mit der Eichel schwer und ein frischer Spross musste zu finden sein. 
Einfacher gesagt, als getan, denn letztes Jahr war in der Natur kein gutes Jahr. Viele Blüten erfroren wegen später Nachtfröste und Früchte waren spärlich. So gab es im Garten meiner Eltern nur einen Pfirsich auf gesamt drei Bäumen und anderen Obstbäumen ging es auch nicht besser. Den Eichen schien das selbe Schicksal widerfahren zu sein, denn mehrere Tage Suche blieben erfolglos. Dafür waren aber viele Bäumchen im zweiten Jahr oder älter zu finden.


Zwei kleine Eichen buddelte ich aus, um sie heranzuziehen und beide sind keine frischen Sprösse, sondern älter. Exemplar #1, die kleine Pflanze rechts auf dem oberen Bild befindet sich im zweiten Jahr und hat die typische Pfahlwurzel, die etwa 20 cm lang war, was definitiv zu lang war, weshalb sie etwas gekürzt wurde.
Das zweite Exemplar scheint im Grunde im dritten, vierten oder gar fünften Jahr zu sein, der Trieb selbst ist aber im zweiten Jahr. Die Pfahlwurzel dieses Bäumchens ist abgebrochen und die Eiche bildete in den letzten zwei Jahren den neuen Trieb, nachdem ihr am Anfang das Leben schwer gemacht wurde. Sie wurde also genau so eingepflanzt, wie sie ausgebuddelt wurde.


Ein paar Tage später sieht man schon die ersten Unterschiede. Die Kleine mit der gekappten Wurzel lässt die Blätter hängen. Mal schauen, ob sie die Prozedur übersteht. Die Große hingegen steht mit ihrer lange zurückliegenden Wurzelamputation in voller Pracht.


Noch eine kleine Nahaufnahme der Großen. Ich muss sagen, dass das Bild gut aussieht, trotz dass es nur mit dem Handy gemacht wurde.
Beide Pflanzen stammen von der ehemaligen Grenze zwischen dem Herzogtum Anhalt-Dessau und dem Königreich Preußen, ein paar Kilometer von Oranienbaum entfernt.


Euer Wetterschaf